Ein seltenes Tier im Markt: das Cloud-WMS
Wenn du dich mit Lagerverwaltung im E-Commerce beschäftigst, stößt du schnell auf eine Handvoll bekannter Namen. Ein echtes, cloud-natives Warehouse-Management-System ist darunter aber überraschend selten. Die meisten Systeme sind lokal oder serverbasiert gewachsen. Andere Cloud-Lösungen bringen nur Grundfunktionen mit und holen sich für anspruchsvolle Logistik einen externen WMS-Partner dazu, oder sie hängen fest an einem einzelnen Shopsystem.
VARIO Cloud geht einen anderen Weg: Das WMS ist Teil des ERP, läuft komplett in der Cloud und ist an kein Shopsystem gebunden. Bestände, Aufträge und Lagerbewegungen liegen in einem System. Eine zusätzliche WMS-Schnittstelle, die gepflegt werden muss, gibt es nicht.
Die zentrale Frage: Cloud oder On-Premise?
Das ist die eigentliche Richtungsentscheidung. Und die fällt nicht nur an der Software, sondern vor allem an der Anbindung deiner Hardware.
Die Hardware ist immer ähnlich
Im Lageralltag geht es um dieselben Geräte: MDE-Geräte für Picklisten, Umlagerungen, Wareneingang und Inventur, dazu Etiketten- und Bondrucker, Scanner, teils Waagen und Versandarbeitsplätze.
Der Unterschied liegt in der Anbindung
Bei einem klassischen serverbasierten WMS liegen Datenbank und Dienste auf einem eigenen oder gehosteten Windows-Server. Für die mobilen Geräte läuft oft ein zusätzlicher Dienst mit Portfreigabe und passendem WLAN. Server, Wartung, Backups und Updates liegen bei dir.
Bei VARIO Cloud gibt es keinen eigenen Server. Das System liegt in der Cloud, deine MDE-Geräte sprechen direkt mit ihr und brauchen dafür nur einen Browser und eine Internetverbindung. Die komplette Server-Infrastruktur fällt weg.
Das Internetargument zieht nicht mehr
Auf den ersten Blick klingt die Internetabhängigkeit nach einem Nachteil der Cloud. In der Praxis spielt das kaum noch eine Rolle. Dein Lager ist ohnehin online, eine stabile, idealerweise redundante Anbindung ist heute Standard. Und auch serverbasierte Systeme laufen bei professionellen Händlern meist nicht mehr auf einem Rechner im Lager, sondern auf einem gehosteten Server, der nur über das Internet erreichbar ist. Die vermeintliche Unabhängigkeit ist damit längst Theorie.
Drucken aus der Cloud: der Local-Link-Faktor
Ein klassischer Einwand lautet: Cloud und lokales Drucken, das beißt sich. Im Lager wird schließlich ständig gedruckt, Versandetiketten, Picklisten, Rechnungen, Begleitpapiere.
VARIO hat das mit Local Link gelöst. Das ist eine kleine Zusatzsoftware, die du lokal installierst und die als Brücke zwischen Cloud und deinen Druckern dient. Darüber legst du Druckprofile an, und das macht das Drucken sogar flexibler als eine rein lokale Lösung.
Der eigentliche Vorteil: Standort und Druckausgabe sind voneinander entkoppelt. Weil Local Link über die Cloud gesteuert wird, bestimmst du per Versandkonfiguration, wo was gedruckt wird. Der Lieferschein muss nicht im Lager rauskommen, er kann genauso im 30 Kilometer entfernten Büro gedruckt werden. Aus dem vermeintlichen Cloud-Nachteil wird so ein echter Pluspunkt.
Was die Cloud im Lageralltag ändert
- Wartung und Updates: übernimmt VARIO zentral und automatisch, kein Updatetermin im laufenden Betrieb.
- Infrastruktur: ist in der Cloud enthalten, kein Server, kein Hosting-Vertrag.
- Mehrere Standorte: kann VARIO Cloud von Haus aus.
- Zugriff: von überall im Browser, ohne Remote-Zugang.
- Backups und Ausfallsicherheit: liegen beim Anbieter mit redundanten Rechenzentren.
Das Highlight: Picklisten nach deinen Regeln
Bei der Kommissionierung zeigt VARIO Cloud, wie viel Spielraum ein modernes Cloud-WMS bietet.
Die Grundlage sind deine Lagerplätze
Jeder Lagerplatz bekommt eine Laufwegposition. Viele Plätze legst du auf einmal mit dem Lagerplatz-Assistenten an, der die Laufwegpositionen gleich fortlaufend durchnummeriert. Daraus entsteht später die laufwegoptimierte Pickliste.
Das Herzstück sind die Picklisten-Vorlagen
Unter Einstellungen, Lager, Picklisten legst du fest, wie kommissioniert wird: Einzel-, Sammel-, Schnell- oder rollende Box-Kommissionierung, dazu Konsolidierung. Pro Vorlage bestimmst du unter anderem die Laufwegoptimierung, Lagerplatzvorgaben und die Scanprüfung, also frei, einmal scannen oder immer scannen. Bei aktiver Scanpflicht fällt ein falsch gegriffener Artikel auf, bevor der Pick bestätigt ist. Auf Wunsch darf dein Team auf andere Lagerplätze mit Bestand ausweichen, und bei Chargen mit MHD wird automatisch die Ware mit dem frühesten Verfallsdatum zuerst gepickt. Ob am Gerät oder auf Papier gearbeitet wird, legst du ebenfalls pro Vorlage fest.

Pickwagen passen sich an
Pickwagen gibt es ohne Boxen, mit Boxen für die rollende Kommissionierung oder für die Konsolidierung. Jedem Wagen ordnest du die Vorlagen zu, mit denen er arbeiten darf.
Picklisten entstehen auf Wunsch von selbst
Du kannst Picklisten manuell im Warenausgang erzeugen oder als Hintergrund-Job in einem festen Zyklus laufen lassen. Pro Auftrag steuerst du, ob er automatisch mitläuft, nur manuell kommissioniert wird oder gar nicht. Mit dem Kommissionierungstest prüfst du vorab, ob ein Auftrag sauber in die Kommissionierung übernommen werden kann.
Gepickt wird mit jedem Gerät
Die MDE-Maske läuft auf Handscanner, Tablet oder Smartphone, Hauptsache Browser und Internet. Mit Steuerbarcodes pausiert oder storniert dein Team einen Pickvorgang direkt per Scan, und je nach Vorlage auch das Abschließen bei abweichender Menge. Fehlt beim Sammeln ein Artikel, genügt ein Scan: VARIO legt eine eigene Liste mit den fehlenden Positionen im Warenausgang an, die du ausdrucken und nachverfolgen kannst.
Und wenn das alles noch nicht reicht: VQL und KI
Über VQL, eine SQL-ähnliche Abfragesprache, bestimmst du selbst, wie deine Pickliste aussieht und welche Informationen sie zieht, aus allen Daten, die ohnehin im System liegen. Klingt nach einem Werkzeug für Technikprofis. Der Clou: Mit der VARIO-KI erstellst du so eine Abfrage per Spracheingabe. Du beschreibst in normalen Worten, was deine Pickliste können soll, und die KI baut die Abfrage dahinter.
Was kostet das?
Beim Preis lohnt sich der Blick auf die echten Gesamtkosten statt nur auf die Lizenz. Ein typisches Setup mit vier Lagerbenutzern, bei jährlicher Zahlung:
- Paket Plus: 299 €
- Logistikmodul: 199 €
- 4 Lagerbenutzer x 19 €: 76 €
- Server: inklusive
Zusammen 574 € pro Monat. MHD, Chargen, Seriennummern und alle Kommissionierarten sind darin bereits enthalten, es gibt keine teurere WMS-Edition für anspruchsvollere Prozesse. Und weil ein weiterer Lagerbenutzer nur 19 € kostet, wächst dein Team, ohne dass die Lizenzkosten davonlaufen. Kosten für Server, Hosting oder Backups kommen nicht dazu.
Alle Preise netto, Stand Oktober 2026, Änderungen vorbehalten. Maßgeblich ist die aktuelle Preisliste von VARIO.
Fazit: Cloud ist im Lager angekommen
Ein tief integriertes WMS aus der Cloud war lange die Ausnahme. VARIO Cloud zeigt, dass es funktioniert: keine eigene Server-Infrastruktur, Drucken über Local Link sogar standortübergreifend, Picklisten bis ins Detail nach deinen Regeln und ein Preismodell, das mit deinem Lagerteam mitwächst.
Als VARIO Cloud Solution Partner richten wir dein Lager von den Lagerplätzen über die Picklisten-Vorlagen bis zum Versand ein. Du willst wissen, wie VARIO Cloud WMS in deinem Lager aussehen würde? Lass uns sprechen. Wir schauen uns deine Prozesse, dein Volumen und dein Budget an und finden gemeinsam das passende Setup.
Du hast Fragen?
Kein Thema, unsere JTL-Experten helfen dir gerne weiter. Vereinbare einen Termin oder füll einfach unser Kontaktformular aus, wir melden uns zeitnah bei dir.





