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Umsatzsteuerreform - One-Stop-Shop (OSS)

26.05.2021 19:10
Umsatzsteuerreform - OSS

Mit unserer Lösung die OSS Reform auf Autopilot stellen und den europaweiten Handel sicherstellen

Ab dem 01.07.2021 ist es so weit! Wir benötigen Ihre Mithilfe zum Thema OSS

Aktuell überlegen wir eine automatisierte Lösung zur Umsetzung der One Stop Shop Richtlinie (OSS) anzubieten. Im Netz insbesondere bei unserem Partner TaxDoo finden Sie einige Informationen zum Thema.
» Direkt zu Taxdoo

Die wichtigsten Informationen zu OSS in Kürze

Bisher gab es pro EU-Land eigene Lieferschwellen. Mit OSS gibt es nur noch eine einzige Lieferschwelle in Höhe von 10.000 € für die gesamte EU. Sofern Sie diese Lieferschwelle überschreiten, müssen Sie entweder am OSS Verfahren teilnehmen oder sich selbst um die umsatzsteuerliche Registrierung im entsprechenden Lieferland kümmern. Zeitgleich müssen Sie den aktuell im Lieferland gültigen Steuersatz abführen.

10.000 € Lieferschwelle

10.000 € ist nun wirklich eine kleine große Hürde. Überzeugen Sie sich selbst. In JTL-Wawi finden Sie Ihre bisherigen Auslandsumsätze mit Klick auf "Einstellungen", "Steuern", "Steuerverwaltung", "Lieferschwellen Info".

OSS JTL

Sofern Sie die einheitliche Lieferschwelle im aktuellen Jahr oder bereits im vorherigen Jahr überschritten haben, ist vor dem 01.07.2021 eine steuerliche Registrierung im entsprechenden Lieferland oder die Registrierung zur Teilnahme am OSS Verfahren notwendig. Die Registrierung muss zeitnah über die sogenannte Plattform BOP erfolgen.
» Registrierungsanzeige für die Teilnahme an der OSS EU-Regelung (vormals Mini-One-Stop-Shop)

Unterschiedliche Steuersätze pro EU-Land

In beiden Fällen, egal ob Sie sich umsatzsteuerlich in den Lieferländern registrieren oder am OSS Verfahren teilnehmen, sind Sie dazu gezwungen den richtigen Steuersatz pro Lieferland entsprechend abzuführen.

Nehmen wir einfach das Beispiel Schuhe. Für Schuhe gilt in Deutschland bekanntlich der Steuersatz von 19%. In Luxemburg jedoch wird aktuell unterschieden, ob es sich um einen Kinderschuh für Mädchen oder Jungen oder um einen Schuh für Erwachsene handelt. Entsprechend ist der Schuh für Erwachsene mit 17% zu versteuern. Während der Kinderschuh für Mädchen bis Größe 35,5 mit lediglich 3% versteuert wird.

Ihre Aufgabe besteht nun darin zu ermitteln, welche Artikel in welchem Land welchen Steuersatz haben und diese entsprechend in JTL-Wawi anzulegen. Kompliziert wird es, sofern ein Artikel in Deutschland dem normalen Steuersatz entspricht, in einem anderen Land jedoch als stark ermäßigt versteuert wird.

Was ist zu tun um OSS umzusetzen?

Im Grunde genommen bedeutet diese Änderung eine Menge Pflegeaufwand. Um es kurz zu beschreiben:

  • Zunächst muss Ihr gesamtes Sortiment durch die Zuweisung von Taric Codes klassifiziert werden.
  • Anhand der Taric Codes können Sie nun bestimmen, welcher Steuersatz in welchem Land verwendet wird. Hierzu eignet sich die Plattform Access2Market.
  • Anschließend müssen Sie in der JTL-Wawi Steuerverwaltung pro EU-Land, in dem Sie verkaufen, eine Steuerzone anlegen.
  • Nun muss pro Umsatzsteuersatz ein neuer Steuersatz in JTL-Wawi angelegt werden. Hierfür zunächst ein kleiner Exkurs:
    • Vor der Steuerreform
      • In JTL-Wawi existieren standardmäßig zwei Zonen "Zone-EU" und "Zone-Nicht-EU". Den Zonen sind entsprechende Länder zugeordnet. EU Länder gehören in die Zone "Zone-EU", alles darüber hinaus in die "Zone-Nicht-EU".
      • In JTL-Wawi existieren standardmäßig zwei Steuersätze "Normaler Steuersatz" und "Ermäßigter Steuersatz". Den Steuersätzen sind Steuerschlüssel zugeordnet.
      • Die Steuersätze wurden bisher den Zonen EU und Nicht-EU zugewiesen.
      • Jedem Artikel in JTL-Wawi ist einer der beiden Steuersätze "Normaler Steuersatz" oder "Ermäßigter Steuersatz" zugewiesen. JTL-Wawi weiß nun anhand der Zuordnung von Zone, Steuersatz und Steuerschlüssel wie mit der Steuer verfahren werden soll. Entsprechend kann nun mit jedem Auftrag die korrekte Steuer ermittelt werden.
    • Mit der Steuerreform
      • Die bisherige "Zone EU" muss aufgelöst werden. Pro EU-Land muss nun eine eigene Zone erstellt werden. Entsprechend muss es 27 einzelne Zonen geben. (Zone-DE, Zone-IT, Zone-Fr usw. )
      • Durch Ermittlung der Taric Codes bzw. der Steuersätze ergeben sich nun völlig neue Steuersätze. Die bisherige Denke mit lediglich zwei Steuersätzen zu arbeiten erübrigt sich. Fortan muss in Produktklassen gedacht werden. Bleiben wir beim Beispiel Schuhe. Es muss nun zwei Produktklassen/Steuerklassen pro Zone geben. "Footwear" und "Footwear for Children". Je nach Sortiment des Händlers können sich dadurch beliebig viele Variationen von Steuersätzen bzw. Warengruppen ergeben. Selbstverständlich bedeutet das nun, dass jede Produktklasse in allen neu angelegten EU-Zonen angegeben werden muss bzw. auch, dass pro Produktklasse der gerade gültige Steuersatz im entsprechenden Land hinterlegt werden muss.
      • OSS JTL
      • Im nächsten Arbeitsschritt müssen nun die neu angelegten Produktklassen den Artikeln zugewiesen werden. JTL-Wawi weiß damit bei der Auftragserstellung anhand der getroffenen Einstellungen welche Steuer pro Lieferland verwendet werden muss.
        OSS JTL

Ist die OSS Steuerreform nun sinnvoll?

Generell vereinfacht OSS den EU-Handel enorm und bietet gleichzeitig eine Menge Möglichkeiten. Haben Sie zum Beispiel schonmal darüber nachgedacht einen Onlineshop in Frankreich zu erstellen? Sie befürchten aber, dass der Aufwand bzgl. der anfallenden Steuerthematik zu groß sein wird? Mit OSS wäre das nun kein Problem mehr. Letztlich melden Sie Ihre Umsätze einmalig zentral an, den Rest übernimmt OSS.

Ob die Reform nun sinnvoll ist oder nicht, obliegt zudem nicht unserer Entscheidung. Der enorme Pflegeaufwand ist zunächst eine sehr große Herausforderung. Dazu kommt natürlich auch, dass der Pflegeaufwand in Zukunft mit jeder Änderung der Steuergesetze in der EU angepasst werden muss.

Wird JTL eine Lösung entwickeln?

Laut JTL wird die aktuelle Steuerverwaltung den Ansprüchen der neuen Steuerreform gerecht. Es wird dazu keine weiteren Entwicklungen geben. Im JTL-Issuetracker wurde das Thema bereits "abgewiesen".

Abstimmung OSS mit go eCommerce

Wir als go eCommerce verfolgen aktuell die Idee, den Aufwand rund um OSS fast komplett zu automatisieren. Der Ansatz verfolgt die Anbindung eines von der EU zur Verfügung gestellten Webservice, welcher unter Angabe des Taric Codes den passenden Steuersatz pro Land ermittelt, auswertet und entsprechende Steuereinstellungen in JTL-Wawi anlegt. Dies beinhaltet auch die Zuordnung der Steuerklassen bzw. Produktklassen zu Ihren Artikeln. Neben der einmaligen Anlage muss zudem ständig geprüft werden, ob es Änderungen hinsichtlich Steuern in der EU gibt. Änderungen sollen ebenfalls automatisiert angelegt werden.

Der Aufwand solch ein Tool zu entwickeln ist sehr hoch. Bevor wir diesen Schritt gehen, müssen wir in Erfahrung bringen, ob das Interesse an solch einer Lösung vorhanden ist. Wir rechnen aktuell mit einer Mietlösung. Der Preis wird sich je nach Aufwand und Wartungsbedarf zwischen 200,00 und 300,00 € im Jahr bewegen. Ob es eine Einrichtungspauschale geben wird, hängt von der Komplexität Ihrer Steuereinstellungen ab.

Mit Ihrer Stimme beeinflussen Sie, ob wir als go eCommerce bis zum 30.06. ein solches Tool auf die Beine stellen und Ihnen zur Verfügung stellen.

Gesetz dem Motto: "Sag mir Deinen Taric Code, wir sagen Dir was es kostet!" möchten wir Sie bitten abzustimmen.

Ja, bitte entwickelt ein Tool!